Autoren an Bord

Ob Lesungen, Autoren-Talks oder Workshops über „Kreatives Schreiben“ oder „Kreatives Gestalten“, sprechen Sie bitte das Autoren-Duo an, wann und wo es auf welchem Schiff unterwegs ist, denn Roswitha & Ernst-J. Künne freuen sich auf eine persönliche Begegnung.

Unterwegs auf der MS Astor

Von Paradiesen und Wundern

Was ist das bloß für eine faszinierende Route, und wir sind beide unheimlich glücklich, denn wir sind als literarische Lektoren engagiert. Doch so ein Plan muß sich auch erst einmal mit Leben füllen …

Wer sich die Landkarte vor Augen hält, ahnt, daß wir dabei auch durch den Panama-Kanal fahren, und davon hatten wir schon immer geträumt!

Was passiert noch in dieser Zeit? Richtig, Weihnachten. Und das Fest aller Feste verbringen wir mitten auf dem Atlantik bei einer Außentemperatur von 30 Grad bei permanentem Sonnenschein. Wir sind als Akteure zu den verschiedenen Programmpunkten lesend im Einsatz, und was schön ist: Aus unseren beiden Weihnachtsbüchern. Aufregung liegt in der Luft. Schließlich wünschen sich jetzt die Gäste Weihnachten wie zu Hause. Lustig finde ich, daß ich bei der Heilig-Abend-Show mit zwei Weihnachtsmännern in würdigem Rahmen vorm Weihnachtsbaum sitze, während unsere anderen Kollegen weitere Programmpunkte gestalten. Es herrscht andachtsvolle familiäre Stimmung im Salon, die ihre Krönung durchs Erscheinen des Kapitäns mit seinen Offizieren erfährt, der gemeinsam mit allen Teilnehmern „Stille Nacht, heilige Nacht“ singt. Gänsehaut-Feeling liegt in der Luft und ein extrem kuscheliges Wohlgefühl, weil wir auf einmal alle gemeinsam eine Kreuzfahrt-Familie sind.

Nach 5 Seetagen heißt dann unser fester Boden unter den Füßen: Basseterre/St. Kitts. Atemberaubend die weitere Route: Martinique, St. Lucia, Grenada, die Gewürz-Insel, zu Silvester. Exotischer geht’s fast nicht. Namen, die auf der Zunge zergehen: Venezuela, Curacao, Aruba, Cartagena/Kolumbien. Und dann geht unser Traum in Erfüllung: Die Tagespassage durch den Panama-Kanal. Vor lauter Freude liegen wir uns alle in den Armen, weil’s so realistisch und doch wie eine Illusion ist, also unwirklich.

Unbeschreiblich schöne Eindrücke sammeln wir in Manta, Guayaquil mit all‘ den Ausflugsmöglichkeiten in Ecuador, bevor es dann nach Callao und Paracas/Peru – herrlich ist die Kolonialstadt Lima als Beispiel – geht. Eindrücke überlagern Eindrücke. Oft hilft mein Tagebuch, um Wichtigstes festzuhalten, auch die kleinen Episoden am Wegesrand.

„Geoglyphos“ sahen wir noch niemals. Die gibt’s in der Atacama-Wüste. Gustave Eiffel hinterließ seine Spuren bei einer Kirche in Arica/Chile. Es gibt ohne Ende noch viel mehr Schönes zu berichten.

Fakt ist: Mit dieser Reise ist für uns ein Wunder wahr geworden. Wir haben jeden Tag tief durchgeatmet bei dieser paradiesischen Wirklichkeit.

P.S.: Natürlich waren wir schon öfter mit MS Astor unterwegs.

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